‹ Alle BeiträgeKI & Recht

EU AI Act: Was ab dem 2. August 2026 gilt und wie bemailed damit umgeht

2. Juli 2026 · 8 Min. Lesezeit

Frau tanzt entspannt am Fenster: Wer sein Werkzeug richtig gewählt hat, muss den EU AI Act nicht fürchten
Gelassen bleiben: Wer KI transparent und mit menschlicher Kontrolle einsetzt, ist auf den EU AI Act vorbereitet.

Noch ein Monat: Ab dem 2. August 2026 gilt der EU AI Act vollständig, das weltweit erste umfassende KI-Gesetz. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 35 Millionen Euro oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes, mehr als bei der DSGVO. Die gute Nachricht: Wenn du deinen Newsletter mit KI-Unterstützung schreibst und selbst über den Versand entscheidest, spielst du in der untersten Risikoklasse. Was genau gilt, welche Fristen laufen und wie bemailed das Gesetz umsetzt, steht hier, ohne Juristendeutsch.

Was ist der EU AI Act?

Der EU AI Act (offiziell Verordnung (EU) 2024/1689) ist das KI-Gesetz der Europäischen Union. Als Verordnung gilt er direkt in jedem Mitgliedstaat, Deutschland braucht dafür kein eigenes Gesetz. Der Kerngedanke ist ein Risiko-Ansatz: Nicht die Technologie wird reguliert, sondern ihr Einsatz. Je größer das Risiko einer Anwendung für Sicherheit, Gesundheit oder Grundrechte, desto strenger die Auflagen. Ein KI-System, das über Kredite entscheidet, wird hart reguliert. Ein Werkzeug, das dir einen Newsletter-Entwurf vorschlägt, kaum.

Welche Fristen gelten?

Der EU AI Act kommt in Stufen. Das sind die fünf Termine, die zählen:

  • 1. August 2024: Die Verordnung tritt in Kraft. Noch keine Pflichten, aber die Uhr läuft.
  • 2. Februar 2025: Verbotene Praktiken sind untersagt, etwa Social Scoring oder manipulative Systeme. Unternehmen müssen außerdem für KI-Kompetenz bei allen sorgen, die mit KI arbeiten.
  • 2. August 2025: Pflichten für Anbieter großer KI-Basismodelle greifen, also für die Unternehmen hinter Modellen wie GPT oder Claude: technische Dokumentation, Urheberrechts-Regeln, Sicherheitsberichte.
  • 2. August 2026: Die Verordnung gilt vollständig, inklusive der Transparenzpflichten und der Regeln für Hochrisiko-Systeme. Das ist der Termin, der jetzt vor der Tür steht.
  • 2. August 2027: Letzte Übergangsfrist für KI, die in regulierten Produkten wie Medizingeräten oder Maschinen steckt.

Welche Risikoklassen gibt es?

Der EU AI Act teilt jede KI-Anwendung in eine von vier Stufen ein. Die Stufe bestimmt die Pflichten:

Verboten

Unannehmbares Risiko

Social Scoring, Emotionserkennung am Arbeitsplatz, manipulative Systeme, die Menschen gezielt zu Schaden lenken. Seit Februar 2025 in der EU untersagt.

Streng reguliert

Hohes Risiko

KI in Bewerbungsauswahl, Kreditvergabe, kritischer Infrastruktur oder Strafverfolgung. Erlaubt, aber nur mit Risikomanagement, Dokumentation und menschlicher Aufsicht.

Transparenzpflicht

Begrenztes Risiko

Chatbots und täuschend echte synthetische Inhalte wie Deepfakes. Hier gilt: Menschen müssen erkennen können, dass sie es mit KI zu tun haben.

Freie Nutzung

Minimales Risiko

Der ganze Rest, von der Rechtschreibkorrektur bis zum KI-gestützten Newsletter-Entwurf mit menschlicher Prüfung. Keine besonderen Auflagen.

Was bedeutet der EU AI Act für Newsletter mit KI?

Kurz: Du darfst KI weiter fürs Newsletter-Schreiben nutzen, und zwar ohne Sonderauflagen, solange ein Mensch die Kontrolle behält. Ein Newsletter-Werkzeug, das Entwürfe vorschlägt, ist keine Hochrisiko-KI. Die Transparenzpflichten ab August 2026 zielen auf Situationen, in denen Menschen getäuscht werden könnten: Chatbots, die sich als Menschen ausgeben, oder Deepfakes ohne Kennzeichnung. Ein Newsletter, den du mit KI-Unterstützung schreibst, vor dem Versand liest, anpasst und bewusst freigibst, bleibt dein redaktionell verantworteter Text.

Genau diese menschliche Kontrolle ist der entscheidende Punkt. Kritisch würde es erst, wenn Inhalte vollautomatisch generiert und versendet würden, ohne dass jemand draufschaut. Ein Hinweis der Ehrlichkeit halber: Dieser Beitrag ist eine Einordnung, keine Rechtsberatung. Für Spezialfälle hilft eine Kanzlei mit IT-Recht-Fokus.

Der EU AI Act verbietet keine KI im Marketing. Er verlangt, dass Menschen die Kontrolle behalten und ehrlich mit KI umgehen. Genau so ist bemailed gebaut.

Wie handelt bemailed nach dem EU AI Act?

bemailed hat die Prinzipien des Gesetzes nicht nachträglich angeflanscht, sie stecken im Produktkern. Vier Punkte, die du konkret nachprüfen kannst:

1

Der Mensch behält die letzte Entscheidung

Smart Mail schreibt Entwürfe, versendet aber nie selbst. Jeder Newsletter geht erst raus, wenn du ihn geprüft und bewusst bestätigt hast, inklusive Empfänger-Zähler vor dem Versand. Auch Importe lösen niemals automatische Mails aus.

2

KI ist transparent benannt

Wo KI arbeitet, steht Smart Mail dran, im Editor, in der Marken-Analyse und in der Bewertung. Du siehst jederzeit, welcher Vorschlag von der KI kommt und was du selbst geschrieben hast.

3

Keine verbotenen Praktiken

bemailed nutzt keine Emotionserkennung, kein Scoring von Personen und keine manipulativen Gestaltungstricks. Die Auswertungen zeigen Öffnungen und Klicks deiner Newsletter, sie bewerten keine Menschen.

4

EU-Hosting, DSGVO und klare Verträge

Alle Daten liegen auf Servern in Frankfurt, der Auftragsverarbeitungsvertrag ist ab dem ersten Tag inklusive. Die eingesetzten KI-Modelle kommen von Anbietern, die selbst den Pflichten des EU AI Act für Basismodelle unterliegen.

Was solltest du als Absender jetzt tun?

Drei Schritte reichen für die meisten Newsletter-Absender:

  1. Verschaffe dir einen Überblick: Wo setzt du heute KI ein, vom Text bis zum Bild? Eine einfache Liste genügt und deckt gleichzeitig die KI-Kompetenz-Pflicht ab, die seit Februar 2025 gilt.
  2. Lebe die menschliche Prüfung: KI-Entwürfe vor dem Versand lesen, anpassen und bewusst freigeben. Das ist mit einem guten Werkzeug ohnehin der normale Arbeitsablauf.
  3. Wähle Werkzeuge mit EU-Standort und klaren Verträgen: EU-Hosting, AVV und transparente KI-Funktionen nehmen dir den Großteil der Pflichten ab, bevor sie dich erreichen.

Wenn dein Newsletter-Tool diese drei Punkte mitbringt, ist der 2. August 2026 kein Stichtag zum Fürchten, sondern ein Wettbewerbsvorteil: Du kannst deinen Empfängern sagen, dass ihre Daten und deine Inhalte nach den strengsten KI-Regeln der Welt behandelt werden.

Häufige Fragen

Was ist der EU AI Act?

Der EU AI Act ist das weltweit erste umfassende Gesetz für künstliche Intelligenz (Verordnung (EU) 2024/1689). Als EU-Verordnung gilt er direkt in jedem Mitgliedstaat, ohne dass Deutschland ein eigenes Gesetz erlassen muss. Er regelt KI nach einem Risiko-Ansatz: Je höher das Risiko einer Anwendung für Menschen, desto strenger die Pflichten.

Ab wann gilt der EU AI Act?

In Kraft ist er seit dem 1. August 2024. Seit dem 2. Februar 2025 sind bestimmte Praktiken verboten und Unternehmen müssen für KI-Kompetenz sorgen. Seit dem 2. August 2025 gelten Pflichten für Anbieter großer KI-Modelle. Ab dem 2. August 2026 gilt die Verordnung vollständig, unter anderem mit den Transparenzpflichten. Für KI in regulierten Produkten läuft eine letzte Übergangsfrist bis 2027.

Muss ich Newsletter kennzeichnen, die mit KI geschrieben wurden?

Für einen normalen Newsletter, den du mit KI-Unterstützung schreibst und vor dem Versand selbst prüfst und verantwortest, sieht der EU AI Act keine allgemeine Kennzeichnungspflicht vor. Die Transparenzpflichten zielen vor allem auf Chatbots, Deepfakes und täuschend echte synthetische Inhalte ohne menschliche Kontrolle. Wichtig bleibt die redaktionelle Verantwortung: Du gibst frei, was rausgeht. Das ist keine Rechtsberatung, im Zweifel hilft eine Kanzlei mit IT-Recht-Fokus.

Welche Strafen drohen bei Verstößen gegen den EU AI Act?

Bei verbotenen Praktiken drohen Bußgelder bis zu 35 Millionen Euro oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Für andere Verstöße sind bis zu 15 Millionen Euro oder 3 % vorgesehen. Zum Vergleich: Die DSGVO endet bei 20 Millionen Euro oder 4 %.

Ist Smart Mail von bemailed eine Hochrisiko-KI?

Nein. Hochrisiko-KI im Sinne des EU AI Act betrifft Bereiche wie Bewerbungsauswahl, Kreditvergabe, kritische Infrastruktur oder Strafverfolgung. Smart Mail schreibt Newsletter-Entwürfe im Ton deiner Marke, die du vor dem Versand prüfst und freigibst. Das ist ein Schreibwerkzeug mit menschlicher Kontrolle und fällt in die unterste Risikostufe.

Wie setzt bemailed den EU AI Act konkret um?

Vier Prinzipien: Erstens entscheidet immer ein Mensch, kein Newsletter geht automatisch raus. Zweitens ist KI transparent benannt, Smart Mail heißt sichtbar Smart Mail. Drittens verzichtet bemailed vollständig auf verbotene Praktiken wie Emotionserkennung, Social Scoring oder manipulative Gestaltung. Viertens laufen alle Daten DSGVO-konform auf EU-Servern in Frankfurt, mit Auftragsverarbeitungsvertrag ab dem ersten Tag.

Selbst ausprobieren?

bemailed hat einen dauerhaft kostenlosen Free-Tarif, ohne Kreditkarte.

Kostenlos testen