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Mailchimp-Alternative aus Deutschland: Der Umstiegs-Leitfaden

Warum Marken von Mailchimp wechseln, worauf du bei einer Alternative aus Deutschland achtest und wie der Umzug in sieben Schritten läuft, mit Sperrliste und Aufwärmen.

Mailchimp speichert die Adressen deiner Leser in den USA. Für dich heißt das Drittland-Übermittlung, mit Dokumentation und Erklärungsarbeit. Verboten ist das nicht. Seit Juli 2023 gibt es das EU-US Data Privacy Framework, und das Gericht der EU hat es im September 2025 bestätigt. Die Berufung liegt beim EuGH, der zwei Vorgänger gekippt hat. Für viele ist das der Moment, sich eine Alternative aus Deutschland anzusehen. Hier steht, worauf es ankommt, wie der Umzug läuft und was dabei nicht mitkommt.

Warum wechseln

Selten ist es die eine große Sache. Es ist die Summe von vier kleinen.

  • Daten in den USA. Übermittlung in ein Drittland, Dokumentation in der Datenschutzerklärung und im Verarbeitungsverzeichnis, und die offene Frage, wie der EuGH über das Data Privacy Framework entscheidet (C-703/25 P). Server in der EU ersparen dir das.
  • Der Preis wächst mit der Liste. Mailchimp rechnet nach Adressen ab. Jede neue kostet, auch die, die nie öffnet.
  • Sprache. Oberfläche und Hilfe sind nicht durchgehend deutsch. Im Zweifel schreibst du auf Englisch.
  • Zu viel. Viele zahlen für Werkzeuge, die sie nie anfassen, und wollen nur einen Newsletter schreiben und verschicken.

Ein Punkt gewinnt an Gewicht. Deine Liste wird wertvoller, weil die Suche weniger Klicks weitergibt. 2026 enden rund 68 Prozent der Google-Suchen ohne Klick. Die E-Mail ist oft der verlässlichste Weg zu deinen Leuten, weil dieser Weg dir gehört. Umso mehr lohnt es sich, ihn sauber aufzusetzen.

Worauf du bei der Alternative achtest

  • Datenstandort und Vertrag. Server in der EU, am besten in Deutschland, und der Auftragsverarbeitungsvertrag inklusive, nicht als Aufpreis. Frag auch, was trotzdem in die USA geht. Bei vielen Anbietern sind das die KI-Funktionen. Ein ehrlicher Anbieter benennt das im Vertrag.
  • Import und Sperrliste. Adressen mit Feldern per CSV, und eine Sperrliste, die Abgemeldete und unzustellbare Adressen fernhält, auch wenn du eine Liste ein zweites Mal hochlädst. bemailed hat für den Wechsel eine Anleitung.
  • Zustellung. Gmail, Yahoo und Microsoft verlangen von größeren Absendern SPF, DKIM, DMARC und eine Ein-Klick-Abmeldung. Gmail weist seit November 2025 ab. Ein Anbieter, der die Einträge für deine Domain geführt einrichtet und prüft, nimmt dir das Risiko ab.
  • Double-Opt-in und Nachweis. Anmeldungen bestätigt per Klick, gespeichert mit Zeitstempel, ohne dass du etwas einrichtest.
  • Der Editor. Einer, der im Ton deiner Marke schreibt, spart pro Newsletter die meiste Zeit. Siehe Smart Mail.
  • Der Preis. Nach Adressen, nach Mails oder in festen Stufen? Bei bemailed richtet sich der Tarif nach der Zahl der Adressen. Der Versand ist ab Basic bei fairer Nutzung unbegrenzt, die Preise sind brutto.

Der Umzug in sieben Schritten

  1. Exportieren. In Mailchimp die Liste (dort „Audience“) als CSV exportieren, mit allen Feldern. Die Abgemeldeten und die unzustellbaren Adressen getrennt exportieren.
  2. Abgemeldete draußen lassen. Lade sie nie hoch. Bewahre die Datei getrennt auf und gleiche neue Anmeldungen dagegen ab. Dieser Schritt wird am häufigsten vergessen, und er bringt Abmahnungen. bemailed führt ab dem ersten Versand eine eigene Sperrliste: Wer sich abmeldet oder unzustellbar ist, kommt über einen späteren Import nicht zurück.
  3. Domain verbinden. Versand-Domain anlegen, SPF, DKIM und DMARC einrichten. Siehe den Beitrag zur Zustellung. Die alten Mailchimp-Einträge im DNS kannst du danach entfernen.
  4. Hochladen. Nur Adressen mit gültiger Einwilligung. Wer über ein Jahr nichts geöffnet hat, bekommt eine letzte Mail mit der Frage, ob er bleiben will, oder bleibt draußen.
  5. Vorlage bauen. Mailchimp-Vorlagen lassen sich nicht übernehmen. Einmal neu anlegen, mit Logo, Farben, Fuß und Impressum.
  6. Testmail. An dich selbst und an ein Gmail-Konto. Dort „Original anzeigen“ und prüfen, ob SPF, DKIM und DMARC PASS zeigen.
  7. Aufwärmen. Kam von deiner Domain bisher kein Newsletter, fang mit einigen hundert Mails an und verdopple täglich, solange unzustellbare Mails und Beschwerden niedrig bleiben. Mailchimp kündigst du, wenn der erste reguläre Versand durch ist.

Was nicht mitkommt

  • Automationen wie Willkommensstrecken.
  • Die Statistiken alter Versände. Exportiere die Zahlen als Tabelle, wenn du sie später brauchst.
  • Vorlagen im Mailchimp-Format. Bei bemailed liest Smart Mail Farben, Schrift und Logo von deiner Website.
  • Der Ruf der Mailchimp-Server. Mit eigener Domain und DKIM nimmst du deinen Ruf mit. Hast du bisher ohne eigene Domain versendet, fängst du mit dem Aufwärmen an.

So ist es bei bemailed

  • Adressen und Versand liegen in Frankfurt. Nur die Texte, die Smart Mail schreibt, gehen an Sprachmodelle in den USA. Das steht im Vertrag und ist über Standardvertragsklauseln abgesichert.
  • Der Auftragsverarbeitungsvertrag liegt im Konto, ohne Aufpreis.
  • Beim Hochladen werden die Spalten erkannt. Wer sich in bemailed abgemeldet hat oder unzustellbar ist, kommt über einen Import nicht zurück, und ein Import löst nie eine Mail aus. Ohne deine Bestätigung, dass die Einwilligungen vorliegen, wird keine Adresse angelegt.
  • SPF, DKIM und DMARC werden geführt eingerichtet und geprüft. Beide List-Unsubscribe-Header stecken in jeder Mail.
  • Smart Mail schreibt und gestaltet den Newsletter im Ton deiner Marke. Du prüfst und gibst frei.
  • Bis 250 Adressen kostenlos, bis 2.000 für 19 Euro, bis 5.000 für 49 Euro im Monat im Jahres-Abo, brutto. Über 5.000 auf Anfrage.

Die Liste sauber halten und entscheiden, was deine Leser interessiert, das bleibt bei dir. Den Vergleich mit anderen Anbietern findest du unter Anbieter im Vergleich, die rechtliche Seite im DSGVO-Leitfaden.

Häufige Fragen

Warum wechseln Marken von Mailchimp?

Meist kommen drei Dinge zusammen. Mailchimp speichert in den USA, das heißt Drittland-Übermittlung mit Dokumentation und einer Rechtsgrundlage, die gerade vor dem EuGH liegt. Der Preis wächst mit jeder Adresse. Und Oberfläche wie Hilfe sind nicht durchgehend deutsch.

Kann ich meine Adressen mitnehmen?

Ja. Du exportierst deine Liste in Mailchimp (dort heißt sie „Audience“) als CSV und lädst sie bei bemailed hoch. Die Spalten werden erkannt. Zwei Bedingungen: Nur Adressen mit gültiger Einwilligung kommen mit, und die Abgemeldeten lässt du draußen.

Leidet die Zustellung beim Wechsel?

Nicht, wenn SPF, DKIM und DMARC für deine Domain richtig eingerichtet sind und du mit einer sauberen Liste startest. Kam von deiner Domain bisher kein Newsletter, wärmst du sie ein bis zwei Wochen auf, also mit kleinen Mengen anfangen und täglich steigern.

Ist die Übermittlung in die USA verboten?

Nein. Seit Juli 2023 gibt es das EU-US Data Privacy Framework. Das Gericht der EU hat es im September 2025 bestätigt, die Berufung liegt beim EuGH (C-703/25 P), der schon zwei Vorgänger gekippt hat. Bis dahin gilt der Rahmen. Er kostet dich Dokumentation und die Unsicherheit über das Urteil. Server in der EU nehmen dir beides ab.

Was kommt beim Umzug nicht mit?

Automationen, die Statistiken alter Versände und die Vorlagen im Mailchimp-Format. Die Adressen mit ihren Feldern und deine Versand-Domain ziehen um. Die Vorlage baust du einmal neu. Bei bemailed übernimmt Smart Mail Farben, Schrift und Logo von deiner Website.

Ist eine deutsche Alternative teurer?

Das hängt von deiner Liste ab. Mailchimp rechnet nach Adressen ab, der Preis wächst mit jeder. bemailed hat drei feste Stufen: bis 250 Adressen kostenlos, bis 2.000 für 19 Euro im Monat im Jahres-Abo, bis 5.000 für 49 Euro, jeweils brutto. Der Versand ist ab Basic bei fairer Nutzung unbegrenzt, der Auftragsverarbeitungsvertrag inklusive.

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Server in Frankfurt, AVV im Konto. Es gilt unsere Datenschutzerklärung.